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Knapp einer Katastrophe entgangen: der Flydubai-Flug nach Tel Aviv

Aus Yafo beschreibt Henk Folkers, wie ein Flydubai-Flug von Dubai nach Ben Gurion knapp einer Katastrophe entging, nachdem ein Pilot den anderen niedergestochen hatte. Die Ermittlungen zum Motiv laufen.

30. September 2026 um 23:34 GMT+3 · 3 min read · Jerusalem (IDT)

Passenger in a blood-stained T-shirt on board the Flydubai flight; inset shows a blood-stained shirt close up
Supplied material — provided to GOD News, not our own image. Supplied by Henk Folkers · Used with permission, supplied by the author · GOD News

Die Kolumne

Gestern war ich auf einer sehr gut besuchten Konferenz in Jerusalem, als uns eine App-Meldung des Heimatfrontkommandos vor einem Raketenangriff im Süden Israels warnte. Es war Fehlalarm. Zum Glück, denn hier in Israel kehrt das Leben langsam zur Normalität zurück, nachdem Iran und Jemen von der israelischen Luftwaffe (und vielleicht auch durch verdeckte Bodeneinsätze) offenbar lahmgelegt wurden.

Heute jedoch traf es dieses Land im Krieg erneut. Israel ist einer schweren Katastrophe entgangen, nachdem der Kopilot eines Flydubai-Flugs von Dubai zum Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv (ich wohne im Vorort Yafo) versuchte, die Maschine zu kapern und abstürzen zu lassen.

Da steht man doch anders auf, wenn man um 2 Uhr nachts gerade aus Jerusalem heimgekommen ist.

Die israelischen Behörden sprechen von einem "Terrorvorfall". Hier die wichtigsten Einzelheiten, wie die Menschen an Bord der Katastrophe entkamen.

Der Angriff im Cockpit

Mitten im Flug, über jordanischem Luftraum, griff der Kopilot (Berichten zufolge omanischer Staatsbürger) plötzlich den Kapitän an und stach mehrmals auf ihn ein. Der Angreifer versuchte, den Kapitän aus dem Cockpit zu drängen, und schickte die Boeing 737 MAX 8 in einen steilen Sinkflug.

Passagiere greifen ein

Die israelische Presse berichtet derzeit sehr ausführlich darüber.

Etwa anderthalb bis zwei Stunden nach dem Start, über dem Nordwesten Saudi-Arabiens nahe der jordanischen Grenze, sank das Flugzeug abrupt von rund 34.000 auf etwa 15.000–17.000 Fuß, teilweise innerhalb einer Minute (laut Trackingdaten). Es sendete zuerst den Transpondercode 7700 (allgemeiner Notfall), dann 7500 (widerrechtlicher Eingriff / mögliche Entführung) und schaltete danach zurück auf 7700. Die Maschine wich aus und landete sicher auf dem Flughafen Tabuk (Prince Sultan bin Abdulaziz) in Saudi-Arabien. Alle Passagiere sind unverletzt.

  1. Aussagen israelischer 'Helden' an Bord

Die Presse konzentriert sich auf die Passagiere, die das Cockpit stürmten. Einer der meistzitierten Berichte stammt von Tzvika Manes, CEO des israelischen Investmentzweigs der Bank Leumi (Barak Capital Underwriting). Er sagte der Wirtschaftsseite Calcalist: "Meine Frau stand am Cockpit, weil unsere Tochter auf der Toilette war. Plötzlich hörte sie Schreie aus dem Cockpit. Sie rief sofort einem Standby-Piloten in der Nähe zu: 'Geh schnell rein, schau, was los ist!'" Manes erzählt, wie er dann mit zwei anderen Männern ins Cockpit rannte: "Wir haben den Angreifer überwältigt. Ich bin voller Blut. Es war verrückt."

Andere Medien, darunter i24NEWS, sendeten ein bewegendes Telefoninterview mit einer Passagierin namens Miriam: "Der Pilot war niedergestochen, wir sahen überall Blut. Wir dachten, wir kommen hier nicht lebend raus."

  1. Politische Empörung und die omanische Staatsangehörigkeit

Nach Angaben israelischer Sicherheitsquellen gegenüber der Jerusalem Post handelt es sich um einen Kopiloten mit omanischer Staatsangehörigkeit. Das sorgt für einen politischen Eklat: Nach den Sicherheitsvereinbarungen zwischen Israel und Flydubai müssen Piloten auf Tel-Aviv-Flügen aus Ländern stammen, die ihre Beziehungen zu Israel normalisiert haben. Oman hat das nicht getan.

Israel reagierte sofort: Kampfjets stiegen auf, Premierminister Netanyahu berief eine Krisensitzung ein und die Armeeführung trat zusammen. Die Jets kehrten um, bevor sie den saudischen Luftraum erreichten.

Erste Berichte sprachen von einer Schlägerei zwischen den Piloten. Spätere Berichte israelischer Sicherheitsquellen, Medien und Passagiere deuten auf ein ernsteres Szenario hin: Der Kopilot soll den emiratischen Kapitän mit einem Messer niedergestochen und versucht haben, das Flugzeug abstürzen zu lassen. Passagiere und Besatzung überwältigten den Angreifer; zwei dienstfreie Piloten an Bord halfen bei der sicheren Landung. Beide Piloten wurden verletzt und liegen in Saudi-Arabien im Krankenhaus.

Israelische Stellen behandeln den Vorfall als möglichen Terroranschlag. Minister Itamar Ben-Gvir sprach von einem Terroristen, der das Flugzeug abstürzen lassen wollte. Flydubai bestätigt einen Vorfall im Cockpit, eine sichere Landung in Tabuk und dass alle Passagiere in Sicherheit sind; Gründe und Motive seien noch unbekannt und Gegenstand einer offiziellen Untersuchung.

Aktuelle Lage

Alle Passagiere sind in Sicherheit. Flydubai schickte ein Ersatzflugzeug, um sie nach Tel Aviv zu bringen. Der Vorfall entwickelt sich noch; Einzelheiten können sich mit den offiziellen Ermittlungen in Saudi-Arabien, den Emiraten und Israel ändern.

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Location in this report: Tel Aviv. No GOD News reporter was present there; this article is based on the sources listed above.

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Henk Folkers

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Henk Folkers

Henk Folkers ist Nahost-Korrespondent für GOD News – ein 70-jähriger Veteran und ehemaliger Armeeoffizier. Er berichtet aus Yafo (Jaffa) in Israel.

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